1. Nachhaltige Stadtentwicklung, erneuerbare Energie und Natur- und Landschaftsschutz

Erneuerbare Energie

Die Energiepolitik wendet sich ab vom Atom!

Wir meinen hier muss es weiter gehen, Kohlekraftwerke müssen durch erneuerbare Energien vollständig abgelöst werden.

Für Schwalmstadt befürworten wir daher einen Windpark westlich von Rommershausen, wie es die Energiegenossenschaft Schwalm Knüll plant.
Ein Ausbau der Stromerzeugung vor Ort und Erdverkabelung statt überdimensionierter Freileitungen wie Südlink sind unser Ziel.

Bei der Sanierung öffentlicher Gebäude kann durch zeitgemäße Wärmedämmung, Einsatz von Holzheizungen, thermischen Solar- oder Photovoltaikanlagen noch viel erreicht werden.

In Bebauungsplänen könnten Nahwärmenetze und erneuerbare Energiesysteme als Standard festgeschrieben werden.

Bei Neuanschaffungen der Stadt sollten Elektrofahrzeuge den Vorrang haben.

Natur- und Landschaftsschutz

Der Natur- und Landschaftsschutz ist eine der Wurzeln von Bündnis 90/Die Grünen.

Unsere Forderungen haben an Aktualität und Notwendigkeit nicht verloren: Es gilt, die Versiegelung weiterer Flächen zu unterlassen, nicht mehr genutzte Flächen gezielt zu renaturieren, die Zerstückelung noch verbliebener intakter Biotope durch den Bau von immer mehr Straßen zu verhindern.

Ökologische Land- und Forstwirtschaft bedeutet Schutz unserer natürlichen Grundlagen und mehr Artenvielfalt und sollte daher besonders unterstützt werden.

Nachhaltige Stadtentwicklung

Wir möchten Schwalmstadt zukunftsfähiger und städtischer machen.

Zurzeit wird damit gerechnet, dass die Einwohnerzahl in den nächsten Jahren um 3000 sinkt. Dem ist durch eine aktive Ansiedlungspolitik zu begegnen. Neben den Charakter als Stadt verstärkenden Elementen wie Fußgängerzonen, Busverkehr, Radstreifen, Kino, Gesundheits- und Einkaufszentren halten wir einen kommunalen Wohnungsbau  und eine Attraktivitätssteigerung durch Sanierungsanreize in den Ortskernen für wichtig (100.000 Euro Anreizprogramm).

Die Ortskerne müssen auch für das Wohnen lebenswerter und ruhiger werden, ggf. auch durch Einschränkungen des Autoverkehrs nachts (z.B. Steingasse). Was saniert werden kann, sollte saniert werden; wenn abgerissen werden muss, sollten die Baulücken neu bebaut oder für Stadtgärten genutzt werden. Eine Erhöhung der touristischen Attraktivität - z.B. der Wasserfestung Ziegenhain und der Altstadt Treysas - durch Sanierung, Begrünung und gestalterische Maßnahmen nutzt auch den dort wohnenden Menschen. Wir begrüßen daher auch die Aktivitäten des Arbeitskreises Festung und der Altstadtfreunde, denn eine aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an diesem Prozess ist notwendig.

Bezahlbarer Wohnraum

Um die Zersiedelung zu stoppen, muss auf die Ausweisung neuer Baugebiete verzichtet und stattdessen müssen die Ortskerne wieder belebt werden. Dabei spielt Barrierefreiheit eine große Rolle, die vielen nutzt und niemandem schadet. Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft ist durch Investitionen - unterstützt durch überregionale Förderprogramme - auf gesunde Füße zu stellen, denn der private Markt wird nicht allen Menschen kostengünstigen Wohnraum bieten, z.B. Bedürftigen und Flüchtlingen.

Ein kommunales Handlungskonzept Wohnen muss ebenso Modelle autofreien Lebens umfassen, wie auch genossenschaftliche Projekte und Baugemeinschaften.

Wir wollen innovative Wohnformen unterstützen und fördern, die integratives und nachbarschaftliches Wohnen in die Tat um setzen wollen. Wir setzen auch in Zukunft auf starke Stadtteile mit eigener Infrastruktur und gewachsenen Strukturen. Um dies zu gewährleisten, halten wir eine verstärkte Kooperation der Stadtteile z.B. in den Bereichen Dorfgemeinschaftshäuser, Feuerwehr, Sport, Verkehrsanbindung und die Bildung gemeinsamer Ortsbeiräte (Ortsbezirke) für zukunftsweisend.