2. Umweltgerechte Mobilität: Fußgängerzonen, Radstreifen, verringerter Straßenbau

Fußgängerzonen

Schon in den letzten Jahren haben wir uns für Fußgängerzonen stark gemacht, ohne dass wir uns durchsetzen konnten. Eine Fußgängerzone in der unteren Bahnhofstraße und westlichen Wagnergasse würde es den Menschen angenehmer machen, sich dort aufzuhalten. Die Verbindungen zwischen dem neuen Einkaufszentrum und dem Walkemühlenzentrum würden für Fußgänger attraktiver. Eine neue "städtische Mitte" könnte entstehen und durch den von uns vorgeschlagenen Wasserspielplatz aufgewertet werden.

Kostenfreie Parkplätze gibt es im städtischen Parkhaus, am Angel, am EKZ und am Walkemühlenzentrum genügend, so dass die Parkplatzflächen am Goldesel für Sitzplätze und Begrünungen genutzt werden könnten.

Zudem muss der Parkplatz suchende Verkehr effektiver gesteuert werden und das seit langem geforderte Parkraumbewirtschaftskonzept erstellt werden. Dieses sollte auch Ziegenhain umfassen. Die Wiederholdstraße kann zudem als begrünte Fußgängerzone aufgewertet werden.

In Treysa sollte der Marktplatz von parkenden Autos freigehalten und die Gastronomie ausgeweitet werden. Die Steingasse sollte aus Gründen des Lärmschutzes nachts gesperrt werden, flache Pflasterungen und ein Konzept für Anwohnerparken sind nötig.

Radstreifen

Für Schwalmstadt ist es wichtig, das vorliegende und von den Stadtverordneten beschlossene Radverkehrskonzept in den nächsten 10 Jahren umzusetzen. Dazu bedarf es einer sorgfältigen Planung und eines intelligenten Einsatzes der knappen Ressourcen.

Mit Vorrang sind Maßnahmen umzusetzen, die die Sicherheit auf Schulwegen erhöhen; aber auch solche, die mit geringem baulichen Aufwand einen großen Zugewinn bringen.

Eine besonders hohe Dringlichkeit sehen wir in Treysa in der Wierastraße, der oberen Bahnhofstraße, auf der Mainzer Brücke und in der Ascheröder Straße. In Ziegenhain betrifft es die Ortsdurchfahrt zwischen dem Bahnradweg und der Brücke über die Grenzebach.

In der Regel geht es um die Abmarkierung von Schutzstreifen und sogenannten Piktogrammspuren, aber auch um eine Neuordnung und Reduzierung des ruhenden Autoverkehrs und um eine Entschleunigung des fließenden Verkehrs.

Für Fußgänger und andere rechtmäßige Nutzer von Gehwegen ist auf ausreichende Breite und Freihaltung ihrer Verkehrsflächen und auf sichere Querungsstellen an den kritischen Punkten zu achten.

Die besonders Umwelt schonende Kombination des nicht-motorisierten Verkehrs mit dem öffentlichen Personennahverkehr ist durch eine ausreichende Zahl von sicheren Fahrradabstellanlagen am Bahnhof und wichtigen Bushaltestellen zu fördern.

Verringerter Straßenbau

Wir setzen uns - wie beim Radverkehrskonzept vorgemacht - für langfristige Verkehrsplanungen ein, statt in der Not Stückwerk zu erzeugen.

Grüne Verkehrspolitik heißt, den Menschen und seine Mobilitätsbedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen und nicht, den Autoverkehr weiterhin zu bevorzugen und zu beschleunigen.

Nachhaltige Mobilität für Schwalmstadt heißt für uns Grüne z.B. Erhalt und Ausbau des barrierefreien Treysaer Bahnhofs. Mit verschiedenartigen Dienstleistungsangeboten - Anrufsammeltaxi, Bürgerbus, Carsharing - muss der ÖPNV so ergänzt werden, dass Menschen aus allen Stadtteilen bezahlbare und verfügbare Möglichkeiten haben, ihre Ziele zu erreichen.

Wir Grünen lehnen den Bau der Autobahn 49 ab, weil wir glauben, dass diese enorme Kosten und Landschaften verschlingt. Auch die Schwalmstädter Verkehrssituation wird dadurch eher verschlechtert, weil das Verkehrsaufkommen auf der B454 durch Treysa steigen wird.

Die städtische Planung, nun zwei Kreisel zu bauen (Kreuzung Zwalmstraße und Kreuzung nach Allendorf), lehnen wir ab, weil diese den größten Teil des städtischen Investitionshaushalts verbrauchen.