3. Soziales, kinder-und familienfreundliches, seniorengerechtes Schwalmstadt

Wir Bündnis 90 / Die Grünen Schwalmstadt setzen uns für ein Schwalmstadt ein, das sich an den realen Bedürfnissen der Bewohner jeglicher Altersgruppe orientiert.

Wir messen dem quantitativen und qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung weiterhin große Bedeutung bei, damit Schwalmstadt für berufstätige Eltern ein attraktiver Lebensraum bleibt. Ein möglichst günstiger Betreuungsschlüssel, vielseitige Fortbildungsangebote und gute Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Erzieher sind dabei Aspekte, die uns wichtig sind. Wir wollen, dass es für alle Kinder von 0-10 Jahren in Kindertageseinrichtungen, Horten und Grundschulbetreuungen ein qualifiziertes Angebot gibt, das den Bedürfnissen aller Familienmitglieder gerecht wird. Es müssen hierbei Betreuungszeiten gegeben  sein, die es allen Eltern ermöglichen, einer Beschäftigung nachzugehen. In den Ferienzeiten muss daher ein durchgehendes Betreuungsangebot in den Stammeinrichtungen der Kindertageseinrichtungen vorgehalten werden. Eine zeitweise Unterbringung in anderen Einrichtungen ist im Sinne der Kinder zu vermeiden.

Wir wollen, dass Kinderbetreuung kostenfrei ist, damit insbesondere auch Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen so früh bzw. so jung wie möglich eine qualifizierte Unterstützung erhalten, die ihre spätere Bildungschancen deutlich erhöhen. Solange ein kostenfreies Angebot nicht möglich ist, sollen Kindergartenbeiträge moderat und sozial verträglich gestaltet sein.

Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder nach wie vor mit dem Bus von den Stadtteilen ohne Kinderbetreuungseinrichtungen in die Einrichtungen gelangen können, so dass für Familien in den Stadtteilen ohne Kinderbetreuung kein zusätzlicher Nachteil entsteht.

Eine Wiederaufnahme des runden Tisches zur Aktion "Schwalmstadt bleibt bunt" sehen wir als sinnvoll an. Dies soll einen Teil von notwendigen und förderfähigen Präventivmaßnahmen im Jugend- und Schulbereich gegen Hetze, Ausgrenzung und Fremdenphobie darstellen.

Des Weiteren unterstützen und befürworten wir Initiativen zur Umsetzung alternativer Senioren-Wohnprojekte, die ein würdevolles und gemeinsames Altern in der Heimat realisier- und erlebbar machen. Bei der städtischen Infrastruktur und Planung, beispielsweise im Hinblick auf Straßen und Gehwege, sind die Bedürfnisse von Senioren und Seniorinnen zu berücksichtigen.