25. Januar 2013

Tempo 30 im Bereich der Wasserfestung Ziegenhain

"Wir haben großes Verständnis für den Wunsch der Bewohner der historischen Wasserfestung in Ziegenhain nach einer spürbaren Verkehrsberuhigung", so die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen Margitta Braun.


"Mit unserem Antrag auf Einrichtung einer Tempo 30-Zone im Bereich der Wasserfestung Ziegenhain für die Stadtverordnetenversammlung im November des vergangenen Jahres haben wir das Thema in die politische Diskussion gebracht."
In der Beratung in dem zuständigen Ausschuss bestand Konsens, dass Handlungsbedarf besteht.
Die nun veröffentlichten Stellungnahmen von Bürgermeister Dr. Näser und Ortsvorsteher Karsten Schenk, die einem Kniefall vor dem Kraftfahrzeugverkehr gleichkommen, sind nicht nachvollziehbar. Sie machen vielmehr deutlich, dass das Bewusstsein über die Bedeutung der historischen Wasserfestung Ziegenhain und die damit verbundene Verantwortung noch nicht in der Verwaltungsspitze angekommen ist.
Die historische Wasserfestung Ziegenhain ist ein bedeutendes Gesamtdenkmal im Sinne des Denkmalschutzes. Innerhalb dieser Wasserfestung queren sowohl viele Anwohner als auch viele Touristen die Landgraf-Philipp-Straße. Wer allerdings die Straße vom großen zum kleinen Wallgraben überqueren will, um die Festung als Ganzes zu erleben, muss vor den Autos und Lkws schnell über die Straße springen können. Fußgängerüberwege in der Festung? - Fehlanzeige!
Besser aber als ein Fußgängerüberweg ist eine Tempo 30-Zone, da sie die Querung überall ermöglicht, auch den Radfahrer schützt und zur Verkehrsberuhigung beiträgt.
Damit würde nicht nur ein bedeutender Beitrag zur Stärkung der touristischen Attraktivität von Ziegenhain geleistet sondern auch die Festung als Wohnquartier wieder an Bedeutung gewinnen.

Margitta Braun
Fraktionsvorsitzende