27. November 2011

Ein Blick auf die innere Festung als Juwel der Stadt Ziegenhain

Ein unscheinbares, mit Eternitplatten verkleidetes Fachwerkeckhaus in einem Häuserensemble in der Muhlystraße. Das sog. Rehbeinsche Haus wird leider im Denkmalbuch des Schwalm-Eder- Kreises nicht aufgeführt.


Dem Rehbeinschen Haus - zur Zeit im Privatbesitz - kommt sowohl als Einzeldenkmal als auch im Ensemble der Muhlystraße mit der Ecklage zum Holzgraben eine besondere Bedeutung zu. Die Inneneinrichtung mit einer komplett erhaltenen barocken Treppe, Türen und Einbauten stellt ein besonderes Beispiel für die Wohnsituation der Menschen in der ehemaligen Festung Ziegenhain dar.

Das Haus könnte als begehbares Museum für Wohnen und Arbeiten in der Festung in der Zeit des Barock auf einfache Art hergerichtet werden. Eine Schusterwerkstatt mit Verkaufsraum  ist zum Teil noch vorhanden.

Zum Weihnachtsmarkt und anderen wichtigen Ereignissen in der Festung könnte das Haus mit den aufgestellten Öfen beheizt werden. Die Möblierung ist noch teilweise vorhanden und müsste zeitgemäß ergänzt werden.

Ein Abriss dieses Hauses würde eine nicht wieder zu schließende Lücke hinterlassen und den Charakter der inneren Festung verändern.