13. März 2011

GRÜNEs Licht für Fußgänger und Radfahrer

Die Tatsache, dass wir rund zwei Drittel unserer täglichen Wege mit dem Auto zurücklegen, obwohl diese kürzer als vier Kilometer sind, kann man als Ergebnis der verfehlten Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte deuten.


GRÜNE Verkehrspolitik heißt, den Menschen und seine Mobilitätsbedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen, und nicht, den Autoverkehr weiterhin zu bevorzugen und zu beschleunigen. Im Sinne eines aktiven Klimaschutzes und einer bewussten Gesundheitsförderung müssen die Interessen der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer, also der Fußgänger und Radfahrer, viel stärker in den Vordergrund gestellt werden als bisher.

Für Schwalmstadt heißt das zunächst einmal, Konzepte für einen attraktiveren Fuß- und Radverkehr zu erarbeiten. Das vorhandene Wegenetz muss aus Sicht der Nutzer analysiert werden. Mittels eines Maßnahmenplans sind erkannte Qualitätsmängel hinsichtlich Routenführung, Fahrbahndecke, Ausschilderung etc. schrittweise und mit abgestufter Dringlichkeit abzustellen. Hierbei sind die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich, z.B. in einem Forum, mit einzubinden, da sie zum Teil ausgesprochen fachkundig sind.

Neue Radwege müssen vor allem beiderseits von stark befahrenen Straßen, wie z.B. der B454 innerhalb von Treysa, eingerichtet werden. Ansonsten gilt es aber, durch mehr Tempo 30-Zonen, sogenannte Fahrradstraßen und andere verkehrsberuhigte Zonen den Autoverkehr zu entschleunigen. Die Kombination des nicht-motorisierten Verkehrs mit dem Öffentlichen Personennahverkehr ist durch eine Fahrradstation am Bahnhof ? gesicherte Parkplätze für geeignete Wechsel der Verkehrsmittel ? sowie durch die Ermöglichung der Mitnahme des eigenen Fahrrades in Bussen und Bahnen zu verbessern.